Für expopartner GmbH ist Nachhaltigkeit kein Thema, das neben dem Projektgeschäft steht. Als auf Healthcare und Life Sciences spezialisierte Live-Kommunikationsagentur entwickeln und realisieren wir Messeauftritte, Kongresse und Veranstaltungen für führende Pharma- und Life-Sciences-Unternehmen. Nachhaltigkeit wird dabei an vielen Stellen konkret: bei der Auswahl von Materialien und Partnern, in der Planung von Wiederverwendung, in der Produktion und in der Frage, welche Nachweise am Ende vorliegen.
Die aktuelle EcoVadis-Bewertung ordnet expopartner GmbH mit 80 von 100 Punkten ein. Das sind drei Punkte mehr als im Vorjahr. Im Vergleich mit den von EcoVadis bewerteten Unternehmen liegen wir im 94. Perzentil. In der Branche Werbung und Marktforschung gehören wir damit zu den Top 3 % der bewerteten Unternehmen.
Für uns ist das Anerkennung und Arbeitsauftrag zugleich. Eine Bewertung ist eine Momentaufnahme. Sie zeigt, wo wir gut aufgestellt sind – und wo wir Ziele, Prozesse und Nachweise noch konsequenter systematisieren können. Genau das tun wir jetzt mit Blick auf die nächste Bewertungsrunde.
Unsere wissenschaftsbasierten Klimaziele nach SBTi geben uns dabei Orientierung. Gegenüber dem Basisjahr 2022 konnten wir unsere Scope-1- und Scope-2-Emissionen um 39 % reduzieren – von 118 auf 72 Tonnen CO₂e.
Gleichzeitig erweitern wir unsere Datengrundlage um weitere relevante projekt- und lieferkettenbezogene Emissionsquellen, etwa aus eingekauften Waren und Dienstleistungen. Das ist für die Live-Kommunikation besonders wichtig: Ein großer Teil der Wirkung entsteht entlang von Projekten, Materialien, Dienstleistern und Produktionspartnern.
Je besser wir diese Zusammenhänge verstehen, desto gezielter können wir handeln. Welche Materialien lassen sich sinnvoll wiederverwenden? Wo können Anforderungen an Lieferanten früher berücksichtigt werden? Und welche Informationen brauchen unsere Kunden für ihre eigenen Reportings?
Nachhaltigkeit wird so von einem allgemeinen Anspruch zu einer konkreten Entscheidungsgrundlage.
Nachhaltigkeit wird bei einem Messestand nicht erst beim Aufbau sichtbar. Viele wichtige Entscheidungen fallen deutlich früher: bei der Konzeption, bei der Auswahl von Materialien und Partnern, bei der Planung von Transport und Lagerung – und bei der Frage, was nach dem Kongress mit den einzelnen Bauteilen passiert.
Ein nachhaltiger Messestand muss deshalb nicht nur gut aussehen. Er sollte möglichst so geplant sein, dass Komponenten mehrfach eingesetzt, angepasst oder in neue Projekte überführt werden können. Dafür braucht es klare Kriterien und eine gemeinsame Sprache zwischen Auftraggebern, Agenturen, Messebauern und weiteren Partnern.
Genau hier setzt Better Stands an. Better Stands ist ein freiwilliges, branchenübergreifendes Framework, das die Wiederverwendbarkeit von Messeständen in den Mittelpunkt stellt. Es hilft dabei, Nachhaltigkeitsziele in konkrete Anforderungen an Konzeption, Planung, Produktion und Lieferanten zu übersetzen.
Im Rahmen unserer Weiterentwicklung haben wir uns mit Better Stands auseinandergesetzt und uns der Initiative angeschlossen. Für uns ist das ein wichtiger Schritt, weil wir unser Wissen weiter vertiefen und die Anforderungen an nachhaltigere Messestände noch konsequenter in unsere Projektarbeit einbringen können.
Das passt zu unserem Verständnis von nachhaltiger Live-Kommunikation: Nicht alles muss neu gedacht werden. Vieles muss früher, klarer und konsequenter geplant werden.
Auch die Vorbereitung auf die Zertifizierung nach ISO 20121 geht weiter. Das Voraudit ist abgeschlossen, die daraus abgeleiteten Aufgaben bearbeiten wir derzeit. Das Stufe-1-Audit ist vor Jahresende 2026 geplant.
Unser Ziel ist es, die bereits etablierte Nachhaltigkeitsarbeit Schritt für Schritt in ein systematisches, dokumentiertes und extern überprüfbares Managementsystem zu überführen.