Wie bringt man Strateg:innen, Ärzt:innen, Veranstalter:innen und Kommunikationsprofis in nur 20 Minuten miteinander ins Gespräch? Diese Frage stand am Anfang der Konzeption eines interaktiven Formats beim zweiten expopartner SUMMER TALK am 25.06.2026 in Berlin.
Das Format war Teil der „Experience Corners & Live-Labs“: An drei interaktiven Stationen wurden Themen rund um Entscheidung, Erlebnis und Wirkung diskutiert und praktisch weitergedacht. Die Station von expopartner, um die es hier geht, stellte eine Frage in den Raum: Wo liegt der größte Hebel, damit ein Kongressauftritt seinen vollen Wert entfaltet?
Das Format entstand in einem iterativen Prozess, in dem Kolleginnen und Kollegen aus Innenarchitektur, Kommunikationsdesign, Eventmanagement und Marketing zusammenarbeiteten. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich ein offenes, kollaboratives Format schaffen lässt. Ein Format, das alle sofort gleichwertig einbindet, ohne viel Erklärung zu brauchen.
Jede teilnehmende Person erhielt eine schöne Holztruhe, die acht farbige Spielfiguren enthielt. Die Farbe markierte nicht eine Gruppe, sondern eine individuelle Perspektive sichtbar für alle am Tisch. Kaschierte Holzzylinder repräsentierten die acht Kategorien, ergänzt durch Icons auf einem Poster, das als Orientierungshilfe diente.
Es gab kein Regelwerk, kein vorgegebenes Ergebnis. Die Figuren konnten jederzeit versetzt, neu bewertet oder gar nicht gesetzt werden. Was entstand, waren Sichtweisen – keine Entscheidungen. Und genau diese Offenheit ließ spontane Diskussionen zu, die direkter und schneller in Gang kamen als in klassischen Workshop-Formaten.
Das Format bezog alle Teilnehmenden von Beginn an gleichermaßen ein. Die Runde war bewusst gemischt zusammengesetzt – Vertreterinnen und Vertreter aus Pharmaunternehmen, medizinischen Fachgesellschaften, Kongressmanagement, Kommunikationsagenturen, Wissenschaft und Technologie. Entsprechend vielfältig fielen die Positionierungen aus: Themenschwerpunkte zeichneten sich ab, Polarisierungen wurden sichtbar und die Gespräche abwechslungsreich.
Der Tisch war dabei weniger Mittelpunkt als Initiator. Die eigentlichen Dialoge entstanden zwischen den Menschen und fanden im Networking-Teil des Abends ihre Fortsetzung.
Die Gesprächsbereitschaft stieg spürbar, nachdem die Figuren auf dem Tisch standen. Positionen und Erwartungen wurden in kürzester Zeit sichtbar, ohne dass jemand explizit danach gefragt werden musste. Sichtweisen traten klarer hervor und gaben dem Austausch Richtung.
Damit leistete das Format genau das, wofür der expopartner SUMMER TALK steht: Menschen zusammenbringen, Perspektiven sichtbar machen. Networking nicht als Programmpunkt, sondern als echtes Erlebnis gestalten.