Karriere

Unter dem Motto „Impulse. Austausch. Zukunft.“ fand am 2. und 3. Dezember das erste Zukunftsforum Medizinkongress in Mannheim statt – und wir waren begeistert, dabei zu sein. Initiiert und kuratiert von einem Beirat unter anderem mit David Friedrich-Schmidt (DGN), Dr. Oliver Franz (DGIM) und Bastian Fiedler (m:con), bot das Forum eine wertvolle Plattform, die zentrale Akteure zusammenbrachte: führende Köpfe aus medizinischen Fachgesellschaften, PCOs, Industrie, Verbänden und Umsetzungspartnern wie wir.

Gemeinsam mit meiner Kollegin Anne-Kathrin Sack erlebte ich zwei Tage voller intensiver Diskussionen und wertvoller Impulse, die viele der Themen widerspiegelten, die auch uns bei expopartner bewegen und die wir zum Teil bereits bei unserem expopartner SUMMER TALK im September in den Mittelpunkt gestellt haben.

 

Die großen Themen: KI, Nachhaltigkeit und die Next Generation

 

Die Agenda machte schnell klar: Die Kongresswelt befindet sich in einem dynamischen Wandel. Die zentralen Treiber sind keine Überraschung, doch die Tiefe der Diskussionen war beeindruckend. Künstliche Intelligenz, gelebte Nachhaltigkeit, die Erwartungen der „Next Generation“ und der ständige Spagat zwischen Innovation und Regulierung bildeten die vier großen Säulen des Forums.

Besonders spannend war für uns das Panel „Next Generation Medicine“. Das Podium, besetzt mit Dr. Andrea Martini (Junge DGIM / BJÄ), Shami Hasan M Alquzi (Junges Forum DGG), Dr. Karina Hadrian (AG Young DOG) und Jasmin von Zezschwitz (AG Nachwuchs DDG), machte klar: Die junge Generation möchte nicht nur konsumieren, sondern aktiv mitgestalten. Verstärkt wurde dieser Impuls durch die Perspektive von Dominique Breuer (OMR), der andhand des mittlerweile legendären OMR Festivals zeigte, wie innovative und disruptive Ansätze in der Eventgestaltung und nicht zuletzt ganzheitlich nachhaltige Konzepte echte Mehrwerte für die junge Zielgruppe sind, ohne dabei dogmatisch zu sein. Das sorge für manchen Aha-Moment und viele fragten sich, was sich davon wohl auf eher seriös-konservativ anmutende medizinische Kongresse und die Zielgruppe der Ärztinnen und Ärzte übertragen ließe.  

Vom „digitalen Zwilling“ zur Gamification: Innovationen erlebbar machen

 

Ein Highlight war der Vortrag von Prof. Stephan Jacob (Hochschule Darmstadt) zum Thema Gamification. Er lieferte eine wissenschaftliche Einordnung, die für die Konzeption von interaktiven Standkonzepten extrem wertvoll ist und zeigt, wie spieltypische Elemente die Motivation steigern und komplexe Inhalte besser vermitteln können. Die Erkenntnis, dass das simple „Punkte sammeln“ ein psychologisches Schlüsselelement sein kann, nehmen wir als direkten Impuls mit.

Thomas Berghausen (meta-fusion GmbH) brachte mit dem Bild des „teuflischen digitalen Zwillings“ einen weiteren entscheidenden Gedanken auf den Punkt: Die Teilnehmenden erschaffen sich mit ihren Smartphones längst ihre eigene hybride Kongresserfahrung. Unsere Aufgabe ist es, diesen Zwilling „bei den Hörnern zu packen“ und ihm eine kuratierte, wertvolle digitale Heimat zu geben.

Zwischen kreativem Freiraum und klaren Leitplanken

 

Ein weiterer zentraler Diskussionspunkt war der Spagat zwischen Innovation und Regulierung. Im Fokus stand dabei insbesondere die Frage, welche Auswirkungen die neue Musterfortbildungsordnung (MFBO) auf zukünftige Kongressformate hat. Der Austausch, unter anderem mit Dr. Günther Matheis (LÄK RLP), machte die neuen Rahmenbedingungen deutlich. In diesem Kontext wurde auch die Rolle der Pharmakodizes beleuchtet. Die von Dr. Oliver Franz geleitete Diskussion, an der auch Dr. Uwe Broch (FSA) teilnahm, unterstrich, dass diese Kodizes nicht als Innovationsbremse, sondern als wichtige „Leitplanken“ für die Zusammenarbeit fungieren. Sie schaffen die notwendige Vertrauensbasis, um kreative und zugleich regelkonforme Kooperationen zu ermöglichen.

Nachhaltigkeit: Eine Gemeinschaftsaufgabe

 

Auch das Megathema Nachhaltigkeit wurde intensiv diskutiert. Schnell wurde klar: Einfache Antworten gibt es hier nicht. Vielmehr wurde deutlich, dass wirksame Nachhaltigkeitsstrategien für Kongresse hochkomplex sind. Die größten Hebel liegen neben den Bereichen Logistik, Material und Catering vor allem im intelligenten Zusammenspiel aller beteiligten Akteure – von der Fachgesellschaft über die Industrie und uns als Umsetzungspartner bis hin zu den Teilnehmenden. Der große Bedarf an einem übergreifenden Austausch zu diesem Thema war im Raum deutlich spürbar.

Für uns war der Besuch in Mannheim eine großartige Bestätigung und wichtige Inspirationsquelle. Der breite Austausch hat gezeigt: Der Kongress der Zukunft entsteht im Dialog und wird von einem starken Netzwerk getragen. Speziell die Diskussionen um die Erwartungen der jungen Generation knüpften direkt an unseren expopartner SUMMER TALK an. Wer tiefer in dieses Thema eintauchen möchte, findet die zentralen Thesen und Impulse des Abends hier zusammengefasst.

Wir freuen uns darauf, diese wichtigen Gespräche weiterzuführen und die Zukunft der Live-Kommunikation im Gesundheitswesen aktiv mitzugestalten.

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